Die Gewinner des 1. Preises im nationalen SolarSchool Wettbewerb 2005 in der Kategorie "Kunst" haben sich nicht nur mit PV beschäftigt, sondern auch Tipps zum Energie sparen gegeben.

An der Bismarckschule gibt es seit Jahren das Umweltteam, das sich zunächst um Maßnahmen zum Energiesparen gekümmert hat.(www.bismarck-schule.de/html/umweltteam.html).

Zudem ist die Bismarckschule seit langem am Projekt "Keep Energy in Mind (KEiM)" der Stadt Nürnberg beteiligt (Vorgängerprojekt "Energiesparen an Schulen"). Siehe dazu: www.kubiss.de/bildung/projekte/keim/ und insbesondere auch: www.kubiss.de/bildung/projekte/keim/programm/historie.html

 

 

 

 

Das Umweltteam der Bismarckschule, Nürnberg

 

Die Aufgaben

         nachzulesen auch unter

 www.bismarck-schule.de/html/umweltteam.html

 

    * Interessierte SchülerInnen melden sich zu Schuljahresbeginn zum

       Umweltteam.

    * Sie führen im Herbst eine Umweltprüfung durch.

    * Sie werten die Umweltprüfung aus und schreiben einen Bericht.

    * Sie informieren alle Umweltbeauftragten in Sitzungen. (2 - 4 mal jährlich)

    * Sie geben Empfehlungen an die Umweltbeauftragten der Klassen.

    * Sie führen Wettbewerbe oder Umfragen durch.

       

 

    * In jeder Klasse der Grund- und Hauptschule werden zwei

       Umweltbeauftragte benannt.

    * Sie geben die Infos an die Klasse weiter.

    * Sie achten im Klassenzimmer auf:

             - ordentliche Mülltrennung

             - richtiges Lüften

             - Abstand des Mobiliars zur Heizung

             - Ausschalten des Lichts, der elektrische Geräte

             - angemessene Raumtemperatur

    * Sie helfen mit Tipps bei Problemen und geben den SchülerInnen des

      Umweltteams ein Feedback

 

Umweltprüfung an der VS Bismarckstraße im Februar 2000

 

Im Februar 2000 führten wir Schülerinnen und Schüler des Energieteams an unserer Schule eine Umweltprüfung durch.

Wir hatten drei Bereiche:

Strom

Heizung

Wasser

 

1. Der Strom

 

Mary, Valentina, Pinar, Ivana und Steffi übernahmen diesen Bereich. Mit dem Luxmeter stellten sie fest, ob die Beleuchtung der Klassenzimmer (300 Lux in Klassenzimmern, 500 Lux in Fachräumen) in Ordnung ist. Die Beleuchtungsstärke schwankte innerhalb der Klassenzimmer oft stark. In 34 Klassenzimmern wurden unter den Lichtreihen bis zu 1000 Lux gemessen. In 36 Klassenzimmern gibt es für drei Leuchtstoffröhrenreihen (Türe, Tafel, Fenster) nur zwei Lichtschalter, so dass das Tafellicht immer nur mit allen Fenster- oder mit allen Türleuchtstoffröhren angeschaltet werden kann. Um unnötiges Einschalten der falschen Reihen zu verhindern, wurden die Schalter beschriftet. Dies fehlt aber noch in 11 Zimmern. 

 

Die Overheadprojektoren haben einen sehr unterschiedlichen Energieverbrauch.

 

Verbesserungsvorschläge:

Das Tafellicht muss einen eigenen Schalter erhalten. 

Die doppelte Leuchtstoffröhre an der Türe kann durch eine einfache ersetzt werden. (Dies müssten wir im Winter in einem Klassenzimmer vortesten.)

Die Overheadprojektoren müssen noch einmal nachgemessen werden.

Das Ganglicht im Neubau sollte von Herrn Theiss zentral geschaltet werden können.

 

 

2. Die Heizung

 

Hier waren Fatame und Sabrina unterwegs. Sie stellten fest, dass in der Mehrzahl der Zimmer die Temperatur mit 20 - 21 °C in Ordnung war. In 7 Zimmern wurden 22 °C gemessen, 11 Zimmer lagen mit 17 - 18 °C unter dem Optimum. Die Gangtemperatur liegen bei 15 °C, der für Gänge empfohlenen Temperatur. In 39 Zimmern waren die Heizkörper durch Tische und Stühle verstellt. Die Fenster sind in 11 Zimmern schlecht, in 26 Zimmern in Ordnung und in 20 Zimmern gut. In 5 Zimmern waren Fenster gekippt. Mehr als die Hälfte aller Zimmertüren sind undicht.

 

Verbesserungsvorschläge:

 

In 11 Zimmern sollten die Fenster ausgewechselt werden. Es sollte eine Möglichkeit gefunden werden, die Türen abzudichten.

Die Temperatur sollte im Winter wieder regelmäßig gemessen werden. Gegen das Verstellen der Heizkörper könnten wir am Boden im Abstand von einem Meter von der Heizung ein Klebeband aufkleben.

 

3. Wasser

 

Cansu und Anette haben sich mit dem Wasser befasst. Sie stellten fest, dass 10 Wasserhähne undicht sind. Warmes Wasser gibt es nur im Lehrerzimmer, im Rektorat, im Hausmeisterzimmer, in der Küche (5 Boiler) und in Zimmer 9. All diese Waschbecken werden mit Boilern beheizt. In der Küche lassen sich die Boiler mit einem zentralen Sicherungsknopf ausschalten. Außerdem gibt es warmes Wasser bei den Duschen, der Turnhalle und der Sporthalle. In den Toiletten kommt es immer wieder vor, dass die Wasserhähne nicht abgedreht werden.

 

Verbesserungsvorschläge:

 

Einige Lehrer hätten für das Waschbecken gerne einen Stöpsel, da man beim Auswaschen der Pinsel in Kunst nicht ständig das Wasser laufen lassen müsste.

Automatische Wasserstopper an den Waschbecken der Toiletten würden verhindern, dass unnötig Wasser verschwendet wird. 

Die Duschen in der Turnhalle und der Sporthalle werden von den Schülern wahrscheinlich selten benutzt. Hierzu wäre eine Umfrage nötig, in die die Fremdnutzer miteinbezogen werden müssten. 

 

Erste Erfolge:

Im Sommer wurden die Fenster von 11 Klassenzimmern erneuert.

Die Firma Quelle, Hochbauamt und Schulverwaltungsamt Nürnberg bezahlen in gemeinsamer Anstrengung die Installation von Wasserhähnen mit Selbstschluss- Waschbatterien.

 

Empfehlungen vom Energieteam an alle Klassen

1. Achtet bitte darauf, dass ihr mindestens 1 Meter von der Heizung entfernt sitzt und die Heizung nicht durch Möbel verstellt wird.

2. Überprüft die Temperatur. 20°C sind gut !

3. Richtiges Lüften ist wichtig. Achtet darauf, dass ihr etwa 5 Minuten lang ein großes Fenster öffnet und die Heizung dabei abdreht. Gekippte Fenster nützen nichts !

4. Schaltet die Elektrogeräte nur so lange an, wie ihr sie tatsächlich braucht.

5. Beschriftete Lichtschalter helfen beim Energiesparen. 300 Lux sind für Klassenzimmer o.k.

6. Macht das Licht aus, wenn ihr aus dem Klassenzimmer geht.

7. Achtet darauf, dass der Wasserhahn nicht tropft oder gar läuft.

( Ein tropfender Wasserhahn vergeudet 500 Liter Wasser im Monat.)

8. Von jeder Mark, die wir einsparen können, bekommen wir von der Stadt die Hälfte zurück. Helft bitte mit! Mit jedem eingespartem Liter Heizöl geht z.B. 2600 g weniger CO in die Luft.